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Busreise nach Mostar

Die Stadt zum Verlieben: Mostar

Ich war letztes Jahr in den Osterferien mit der Muslimischen Jugend Österreich bei der faszinierenden Bosnien-Reise dabei. Wir haben viele Städte besucht, doch die Stadt in die ich mich verliebt habe, war – nicht, wie die meisten denken, Sarajevo – sondern Mostar. Sarajevo ist natürlich auch eine wundervolle Stadt, jedoch würde ich Mostar für nichts auf der Welt hergeben!

Bild1Wir sind von Vorarlberg mit dem Zug nach Salzburg gefahren, von dort aus weiter mit einem Bus nach Bosnien. Eine unendlich lange Reise (17 Stunden) mit unangenehmen Gerüchen und stickiger Luft. Wir mussten an jeder Grenze (Ungarn und Kroatien) die wir überschritten, aussteigen und zur nächsten Grenze (ca. 100 Meter) laufen, weil die Beamten jedes Mal den Bus kontrollierten. Die Busreise hat trotzdem Spaß gemacht, da wir immer wieder alle zusammen Spiele gespielt oder einfach nur gegessen haben. 🙂

Trotz all den Unangenehmlichkeiten finde ich, dass man Bosnien am Besten mit dem Bus bereist, denn dadurch kann man nicht nur eine Stadt bereisen, sondern mehrere Städte.

Nach einer langen Fahrt, kamen wir dann endlich gegen Abend an, der erste Halt: Mostar!! Nachdem wir uns kurz im Hotel frisch gemacht haben, sind wir gleich los in die Stadt und haben uns Ćevapčići geholt, eines der besten Gerichte, die ich je gegessen habe. Danach durfte natürlich der bosnische Kaffee nicht fehlen.

Mostar sieht aus wie eine sehr sehr alte Stadt, was sie eigentlich aber nicht ist, denn der Bosnien Krieg endete ja erst 1995. Die Stadt ist im osmanischen Stil nachgebaut worden – so wie sie auch vor dem Krieg war. Als wir durch die Gassen spazierten, fühlte ich mich wie in einer alten Stadt, die aber in der Gegenwart lebt. Da Mostar hauptsächlich aus der Altstadt besteht, gefiel mir dies am Meisten. Die Mostar-Brücke war anschaulich und faszinierend, doch als ich dann drauf gestiegen bin, habe ich bemerkt, wie sehr ich eigentlich Höhenangst habe.

Den zweiten Tag in dieser wunderschönen Stadt hatten wir frei zur Verfügung. Es sind noch ziemlich viele Gebäude aus der Vorkriegszeit, die im Krieg bombardiert wurden oder Schüsse bekamen, diese waren noch ziemlich deutlich erkennbar. Ich habe auch ein Foto von einem Gebäude angehängt, wovon ein Stück fehlt, dieses Gebäude steht aber immer noch so in der Stadt.

BildUnseren dritten Tag verbrachten wir bei den größten Wasserfällen, die ich je gesehen habe: die Kraviče Wasserfälle (https://de.wikipedia.org/wiki/Kravica). Wir hatten den Wasserfall noch lange nicht gesehen, als wir ihn schon deutlich gespürt haben, denn wir wurden sehr nass, durch die Wassertröpfchen, die hinaufspritzten. Als wir dann unten waren und die Wasserfälle vor uns hatten, war das ein unvergesslicher Moment für mich, sie waren so groß und so lang, sodass ich das Ende vom Wasserfall nicht sah.

Am vierten Tag fuhren wir mit dem Bus zum „Blagaj Tekija“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Blagaj_%28Mostar%29), dort war ein Derwisch Kloster (heute ein Museum) neben einem wunderschönen Fluss. Es war ziemlich kühl dort, denn es war zwischen Felsen. Was mir besonders gefiel, war nicht die Tekija (das Derwisch Kloster) sondern, es gab Fisch, der frisch vom Fluss gefangen wurde, und sofort auf den Teller kam. Außerdem war da ein sehr gutes Kaffee, indem wir vier Stunden gesessen sind, da die Aussicht so schön war und wir die Zeit genossen. Es gab dort auch noch einen Bazar, bei dem es Souvenirs gab.

Leider war dies auch unser letzter Tag in Mostar. Ich wäre gerne länger dort geblieben, vielleicht würde ich sogar mal dort leben wollen …

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