AusLand

Les voyages forment la jeunesse!

Ich wollte nach meinem ersten Studienabschluss unbedingt längere Zeit in Ausland verbringen, Luft schnappen und mir klar werden, wohin es danach gehen soll. Der EFD erschien mir die perfekte Möglichkeit in sicherem Rahmen in die Arbeitswelt im Ausland einzusteigen und gleichzeitig genügend Zeit zu haben, in eine neue Kultur einzutauchen, die dortige Sprache zu lernen und viele Leute kennenzulernen.

Nach meiner Anmeldung beim aha , welches ja Entsendeorganisation für den EFD ist, wurde mir relativ rasch eine E-Mail mit einem Projekt weitergeleitet, das für mich wie die Faust auf’s Auge passte. Ich wollte im Kulturbereich arbeiten und als ich von dem Projekt im Kulturservice an der Uni in Bayonne las, war ich hoch euphorisch und bewarb mich prompt. Schnell bekam ich eine Antwort und wusste: ab Jänner geht’s ab nach Frankreich!

Meine Aufgaben

Ich habe im Kulturservice der Uni in Bayonne im französischen Baskenland mitgeholfen und war einen Tag in der Woche im internationalen Büro. Konzerte organisieren, Tanzfestivals begleiten, KünstlerInnen und internationale Studierende betreuen, eine Summer School bewerben und Artikel für die Unizeitung schreiben waren meine Aufgaben. Das war sehr interessant, weil in Bayonne neben der französischen auch eine sehr starke baskische Kultur besteht und diese Mischung interessante kulturelle Hervorbringungen erzeugt. Da viele in dieser Region eher Spanisch als Englisch sprechen, war es meine Aufgabe, die internationalen Bands zu betreuen und herumzuführen – eine tolle und meine liebste Aufgabe!

Die Region bietet viele Möglichkeiten – im Sommer ist sie Surferhochburg und im Winter kann man in den Pyrenäen Schi fahren. Ich war viel Wandern und Radfahren, habe die Küste besichtigt, ein bisschen surfen und baskisch gelernt, war auf sehr vielen Konzerten und Festivals und habe am Wochenende viele umliegende Städte und Regionen besichtigt.

Tipps & Kosten

Frankreich ist was Lebensmittel, Restaurants und Hotels betrifft eher ein teures Land. Doch ist es (zumindest im kleinen Städtchen Bayonne) ein Kulturgut, Mittags ins Restaurant zu gehen und auch einmal ein Gläschen Wein zu trinken – natürlich kann man sich das nicht immer leisten, daher mein Tipp: Mittagessen in der Lunchbox mitnehmen und die FreundInnen/ArbeitskollegInnen erst zum Kaffee im Restaurant treffen – der ist in Frankreich bei 1 -1,50€ nämlich viel billiger als bei uns!

In Paris empfehle ich airbnb oder Couchsurfing, da die Hotels eigentlich „unleistbar“ sind. Wenn man die Möglichkeit hat, würde ich für die SNCF (Französische Eisenbahn) eine Carte Reduction Jeune (eine Art Vorteilscard) kaufen, dann fährt man für ein Jahr -25%. Zugfahren ist aber leider auch teuer, darum fahren sehr viele Leute per Mitfahrgelegenheit (blablacar.fr) – sehr empfehlenswert, auch um neue Leute kennenzulernen (allerdings braucht man dazu eine Kreditkarte).

Das Reisen und auch das Ausgehen am Abend ist recht teuer – ich denke mal, das kommt auf die jeweilige Person an, wie viel Geld man braucht. Ich habe am Abend oft Babysitting gemacht, um mir noch etwas dazu zu verdienen und meine vielen Ausflüge zu finanzieren.

Ein Mittagessen: 15 Euro, ein Abendessen: 25 Euro, frühstücken sieht man die Leute nicht wirklich.

Ein Glas Wein: 3 Euro, ein Kaffee: 1 – 1,50€, ein Stück Quiche 9€.

In Paris muss man mit 50% plus rechnen (ein Café kann dort auch gerne mal 5€ kosten…).

 

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen

Transport: www.blablacar.fr www.sncf.fr

Unterkunft: www.couchsurfing.com oder www.airbnb.com

Online-Flohmarkt: www.leboncoin.fr

Meine Erfahrungen

Ich kann jetzt endlich auf Französisch über Politik diskutieren, Lieder mitsingen und Briefe schreiben – was für mich eine geniale Sache ist! Ich bin offener geworden und fühle mich freier und unabhängiger als zuvor. Die Arbeit im Kulturservice hat mir viel neue Musik und neue Bekannte auf der ganzen Welt beschert – ich bin wirklich froh über diese Erfahrung und kann sie jeder und jedem wärmstens empfehlen!