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Ein Rendezvous in Paris – Bonjour, mon amour!

Ich war gerade übers Wochenende mit meinem Freund in Paris, der Stadt der Liebe. Er hatte dort am Freitag untertags beruflich zu tun, weshalb ich dann erst am Abend angereist bin, für ein Rendezvous in Paris, wenn man so will.

Mein Flug ging vom Zürcher Flughafen, weswegen ich von Vorarlberg aus mit dem Zug angereist bin. Es gibt ein paar Züge pro Tag mit denen man zum Beispiel direkt von Bregenz zum Zürcher Flughafen fahren kann, was das Ganze natürlich recht unkompliziert gestaltet. Am Flughafen in Paris (Charles-de-Gaulle) angekommen, geht’s dann mit einer S-Bahn (RER B genannt) weiter ins Stadtzentrum. Das dauert ca. 30 Minuten und kostet 10 €. Wenn man die Strecke lieber mit dem Taxi zurücklegt, muss man mit einer Rechnung von ca. 50 € rechnen.

Paris ist schon gleich auf den ersten Blick sehr beeindruckend …

 

Wir haben im Künstlerviertel Montmartre gewohnt, nur wenige Gehminuten vom Sacré Cœur entfernt. Unser Hotel, Villa Montmartre, hatte eine super Lage und das Preis-Leistungs-Verhältnis war auch ganz okay, aber – wenn man so wie ich in punkto Sauberkeit sehr penibel ist, dann ist es vielleicht nicht ganz optimal dort.

Vom Sacré Cœur aus hat man einen unglaublichen Ausblick über Paris. Wir haben uns – wie viele andere Leute auch – am Abend immer dort in die Wiese gesetzt. Straßenverkäufer gehen mit Bier oder sonstigem unnötigen Kram, wie Selfie-Sticks, durch. Natürlich haben wir – wie so oft – gleich diese „sinnvolle“ Investition getätigt und uns so ein Utensil zugelegt. Wenn es zu Beginn auch noch lustig ist, damit rumzuspielen, wurde es uns dann aber doch recht schnell eher peinlich (obwohl nahezu jeder Tourist mit diesem Ding zu sehen ist). Mein Unbehagen dabei liegt wahrscheinlich dran, dass ich kein Selfie-Fan bin. Jedenfalls ist dieses Plätzchen sehr zu empfehlen – nur solltet ihr sehr gut auf eure Taschen aufpassen, da bei solchen Plätzen viele Taschendiebe unterwegs sind.

Ein nettes Frühstück bekommt man in der Bäckerei „Le Coquelicot des Abbesses“, die sich ebenfalls in Montmartre befindet. Dort erhält man riesige Schüsseln Café au lait (siehe Bild), die mehr einer Suppenschüssel ähneln als einer Kaffeetasse. Es war auch sehr witzig, dass sich das Klischee „Franzosen/Französinnen und ihre Baguettes“ wieder einmal bestätigt hat. Gefühlt geht ja jeder/jede Zweite mit einem Baguette unterm Arm durch die Straßen.

Natürlich darf bei einem Paris-Aufenthalt auch ein Besuch im Louvre nicht fehlen (so nebenbei das meistbesuchte Museum der Welt). Der Louvre ist schon alleine wegen seiner Größe und Anzahl der Kunstwerke beeindruckend. Das Problem bei dieser Fülle an Bildern und Statuen war nur, dass man nach ca. 2 bis 3 Stunden nicht mehr richtig aufnahmefähig ist. Von der „Mona Lisa“ sollte man sich jedenfalls nicht zu viel erwarten, weil sie – meiner Meinung nach – völlig überbewertet ist. Das Gemälde ist recht klein (53 x 77cm), man darf sich nur einige Meter davon entfernt aufhalten und dann hat man jede Menge anderer Touristen vor sich, die einem sowieso die Sicht versperren. Da war das Bild gegenüber, „Die Hochzeit zu Kana“, im selben Raum aufgrund seiner gigantischen Ausmaße (ca. 10 x 6,5 Meter) viel beeindruckender.

Nach einem Spaziergang über die Champs-Elysees in der brütenden Sonne haben wir uns dann den Arc de Triomphe angeschaut, auf dem man auch rauf kann, wenn man einen total überzogenen Eintritt (9,5€) bezahlt. Der Ausblick, der einen dort oben erwartet, war dann aber das Geld und die vielen (284! laut Lonely Planet) Stufen rauf doch wieder wert.