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Natalie tourt durch Europa – Step 6 Rom

Da die Niederlanden im Februar nicht gerade viele Sonnenstrahlen zu bieten hat, bin ich gemeinsam mit Julia nach Italien gereist. Doch nicht in irgendeine Stadt – in die atemberaubende Hauptstadt Rom! Ich selbst war schon einige Male zuvor an verschiedenen Orten in Italien, Rom war jedoch noch nie dabei. Deshalb packten wir unsere Sachen zusammen und landeten nach einer 24-stündigen Flugverschiebung schlussendlich doch noch in Rom.
Da wir aufgrund eines Sturmes in den Niederlanden einen ganzen Tag verloren hatten, blieben uns nur zweieinhalb Tage in der italienischen Hauptstadt. Wie wir es trotzdem geschafft haben die ganze Stadt zu sehen und was mir besonders gefallen hat, könnt ihr in diesem Post lesen.

Samstag
Bereits vor unserer Abreise hatten wir eine Vatikantour  gebucht, da uns gesagt wurde, dass man ansonsten wirklich SEEEEHR lange anstehen müsste. Das war auch tatsächlich der Fall, weshalb ich sehr empfehlen kann vorab schon eine Tour zu buchen. Wir haben uns bei getyourguide.com eine Führung um € 40,- gekauft, bei der die Vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und der Petersdom inkludiert waren. Die Vatikanischen Museen selbst bestehen aus neun verschiedenen Museen, mit unserer Tour besichtigten wir jedoch nur zwei davon. Je nachdem wie interessiert man an den verschiedenen Ausstellungen ist, sollte man eventuell mehr Zeit einplanen. Besonders gefallen hat mir die Deckengestaltung in den Museen. Das absolute Highlight des Vatikans für mich war definitiv die Sixtinische Kapelle. Noch nie in meinem Leben habe ich so eine umwerfende und beeindruckende Kirche besichtigt. Leider darf man dort keine Fotos machen, also müsst ihr selbst nach Rom reisen, um euch von Michelangelos Talent überzeugen zu lassen! 🙂

Vom Vatikan aus, sind wir dann an der Engelsburg und der Engelsbrücke vorbei gelaufen. In der Engelsburg befindet sich ein Waffenmuseum, welches wir jedoch nicht besichtigt haben.

Von dort sind wir zum schönsten Platz Roms gelaufen, der „Piazza Navona“. Dort befinden sich sehr viele Restaurants und Lokale, doch mit Restaurants kommt man in Rom sowieso nicht zu kurz, da sich in jeder Straße mindestens fünf Restaurants befinden! 🙂

Unsere Route führte uns dann zum Pantheon, ein antiker Tempel der gratis besichtigt werden kann. Neben dem Tempel befindet sich das „Kaffee Tazza d´Òro“ welches sehr preiswerten und leckeren Cappuccino zu bieten hat.

Danach könnt ihr weiter laufen zum „Piazza Popolo“, einem sehr großen Hauptplatz. Von dort aus führt ein kleiner Wanderweg hoch zu einer Art Festung, wo man einen wunderschönen Blick auf ganz Rom hat!

Direkt von der Piazza aus führt eine Straße weiter zu den spanischen Treppen. Alle Skulpturenliebhaber sollten dann definitiv einen Stopp beim “ Caffè Cavona Tadolini“ machen, da im ganzen Lokal Skulpturen vom Bildhauer Cavona und seinem Schüler Tadolini zu sehen sind.

Unseren letzten Halt des Tages machten wir dann beim gewaltigen Trevi-Brunnen, bei dem sich sehr viele Touristen aufhalten. Nach einem guten italienischen Essen ging es dann früh ins Bett.

Sonntag
Am Sonntag wollten wir dann die römischen Ruinen und Gebäude besichtigen und so war unser erster Halt das Kolosseum. Dieses ist leicht mit der Metro zu erreichen, da sich direkt davor eine Haltestelle befindet. Allgemein ist das Metro-Netz echt toll, da man überall hinkommt und für € 1,50 insgesamt 100 Minuten in Rom herumfahren kann.
Im Kolosseum gibt es ein Kombi-Ticket mit dem man auch das „Forum Romanum“ und „Palatin“ besichtigen kann. Unter 25 Jahren bezahlt man dafür lediglich € 7,50. Es lohnt sich also wirklich! 😀
Das Kolosseum und Forum Romanum sind wirklich sehr sehenswert, da dies bedeutende und wertvolle Historik überliefert. Der Palatin ist gleich beim Forum Romanum und hat auch einige schöne Plätze und ein weiteres Museum zu bieten, welches auch im Sammelticket inkludiert ist.

Von diesen Sehenswürdigkeiten führt die Hauptstraße zu den Augustusdenkmälern, die im Vorbeilaufen besichtigt werden können. Am Ende der Straße befindet sich ein großes weißes Gebäude, das „Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele. Um € 7,- kann man mit einem Glaslift auf das Dach des Gebäudes fahren und die Aussicht genießen. Wir sind stattdessen bei den „Kapitolinische Museen“ (welche sich um die Ecke befinden) in das Museumskaffee „Palazzo Caffarelli“ gegangen, dort braucht man kein Museumsticket, um den Ausblick zu genießen.

Vorbei am „Circo Massimo“ sind wir dann auf die Tiberinsel gelaufen. Dies ist eine wirklich sehr, sehr kleine Insel in der Mitte des Tibers, also Insel trifft es nicht ganz! 😀 Wenn man auf die andere Seite der Tiberinsel gelangt kommt man in das Stadtviertel „Trastevere“. Hier gibt es unzählige Restaurants und einige Bars in denen man den Abend ausklingen lassen kann.

Sonntags hat Rom nicht so viele Bars zu bieten, guten Wein findet man aber überall in den Restaurants.

Montag
An unserem letzten Tag, beschlossen wir noch den Park der „Villa Borghese“ zu besichtigen, der früher im Besitz des italienischen Königshauses war. Seit dem 17. Jahrhundert steht der Park für Touristen und Einwohner offen. Im Park könnt ihr viele Plätze finden, die euch dazu einladen, einfach mal die Natur und die Sonne Roms (ja wir hatten 20° C) zu genießen.

Das Highlight des Parks war für mich ein kleiner See, bei dem man Ruderboote für 20 Minuten um nur € 3,- ausleihen konnte. Natürlich konnten wir der Versuchung nicht widerstehen und Julia durfte mit mir einmal um den See rudern! Vergesst also nicht eine Freundin nach Rom mitzunehmen, die für euch rudert, während ihr Fotos macht! 😉

Leider mussten wir danach auch schon zum Flughafen aufbrechen. Von Rom gibt es eine direkte Verbindung zum Flughafen Fiumicino. Ein Standardticket kostet €  14,- pro Weg.

Fazit
Ich selbst war sehr begeistert von Rom und jeder der Italien entdecken will, sollte definitiv einen Abstecher nach Rom machen. Vor allem im Frühling und in Herbst bietet sich Rom sehr gut als Städtetrip an, da noch nicht so viele Touristen auf Besuch sind und die Temperaturen sehr angenehm sind.

Anmerkung Redaktion:

Natalie verbringt über den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) ein Jahr in den Niederlanden. Folge ihr doch auf ihrem Blog https://natisjourney.wordpress.com und erlebe mit, wie es ihr in ihrem Auslandsjahr ergeht.

Über alle Stationen der Tour von Natalie könnt ihr hier mehr lesen: Natalie tourt durch Europa