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WORKAWAY in Córdoba, Argentinien

Da ich immer schon mal in einem Hostel mitarbeiten wollte und mir dies als eine gute Gelegenheit schien, mich in Argentinien einzuleben, suchte ich mir eine Stelle über die Plattform workaway.info. Ich stellte mich auf eine mühsame Suche ein und war daher umso mehr überrascht, als ich gleich auf die erste Anfrage an ein Hostel in Córdoba innerhalb von wenigen Stunden eine positive Rückmeldung erhielt.

 

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Für ein Bett mit Frühstück, Waschen der Kleidung und Rabatten für Partys arbeitete ich dort dann 3 x 8 Stunden die Woche (8.00-16.00, 16.00-00.00 oder 00.00-8.00 Uhr). Wie es auch nicht anders sein könnte, habe ich als neue Freiwillige nach kurzer Einschulung gleich die beliebtesten Schichten bekommen: Freitagnacht, Samstagnacht, Sonntagnachmittag – und dies ganz alleine.

 

 

 

Die wesentlichen Aufgaben waren:

  • Öffnen der Eingangstür – suspekten Leuten und Einheimischen durfte nicht geöffnet werden, wobei das Einschätzen nicht immer ganz so einfach war
  • Check-In und Check-Out im System + kassieren
  • Ausgabe von Schlüsseln, Handtüchern und BettwäscheFoto1 fuer Text
  • Verkauf von Getränken und Snacks
  • touristische Auskünfte (man beachte, dass ich selbst ein Touri war und keine Ahnung hatte)
  • darauf achten, dass die Ruhezeit von 1.30 (!) – 10.00 Uhr von den Gästen eingehalten wurde
  • Frühstück herrichten
  • Telefon
  • Sauberhaltung

Und dann das Ganze noch auf Spanisch. Ich war zwar sehr bemüht, die Sprache zu lernen aber soooo schnell ging es dann halt leider auch wieder nicht. So gab es schon einige verzwickte und vor allem lustige Situationen weil wirklich viele nicht Englisch konnten.

Die NachtschiFoto3 fuer Textcht gefiel mir eh total gut. Das Telefon klingelte nicht oft und es blieb mir auch Zeit meine weitere Reise zu planen. Wenn ich zB Mittwoch, Donnerstag und Samstag Nachtdienst hatte, musste ich wohl oder übel freitags das Nachtleben genießen, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen.
Ob Südamerikaner oder extrem viele Israelis (die sich nach ihrem 3-jährigen Militärdienst eine längere Reise leisten), ein pensionierter Japaner oder ein 3-jähriger Belgier, der mit Mama und Oma unterwegs war oder gar ein anderer Vorarlberger – wir hatten Gäste aller Art.

Tolle Kunstwerke an den Wänden und 3 Terrassen machten das Hostel sehr gemütlich und vor allem hatten wir ein lässiges Team. Ein anderer Freiwilliger arbeitet als Koch und bot unter anderem auch Aktivitäten wie Salsa-Kurse, Barbecue-Abende mit fantastischen argentinischen Steaks oder Kinoabende an. Langweilig wurde mir hier nicht!