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Atemberaubende Lofoten

„Die Lofoten? Wo ist das denn?“ – diese Frage wurde meist als erstes gestellt, als ich verkündete im Herbst eine Woche Urlaub auf den Lofoten zu machen. Die Lofoten sind eine Inselgruppe vor der Küste Norwegens, bestehend aus etwa 80 Inseln, unter anderem Austvågøya, Skrova, Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy, Moskenesøy, Værøy und Røst.

Auch ich hatte noch nie etwas von dieser Inselgruppe gehört, bis ich auf dem Reiseblog von Individualicious einen tollen Bericht mit noch tolleren Fotos fand.  Schon lange wollte ich mal in den Norden reisen und da ich ein Fan von einsamen Gegenden und schönen Landschaften bin, war ich sofort infiziert.

Von Zürich ging es über Oslo nach Evenes. Erste Lektion: Bei der Einreise nach Norwegen wird der Koffer nicht automatisch nach Evenes weitertransportiert – nein, er muss bei der Zwischenlandung in Oslo abgeholt und neu eingecheckt werden. Obwohl ich in Zürich gefragt hatte, ob das Gepäck direkt nach Evenes geschickt wird und mir dies bestätigt wurde, war dies leider nicht der Fall. So überbrückten wir ahnungslos in Oslo die Zeit bis zum Weiterflug mit dem Besuch von Duty Free Shops und Coffee Shops, währenddessen unser Koffer einsame Runden auf dem Gepäckband drehte.

Bei der Ankunft in Evenes also: kein Gepäck. Die freundliche Dame am Infoschalter klärte uns über die Einreisebestimmungen auf und organisierte, dass unser Gepäck am nächsten Tag nach Leknes (wo wir unsere Unterkunft hatten) gebracht werden würde. (Anmerkung: und das klappte auch tadellos – am nächsten Tag konnten wir am Flughafen Leknes unser Gepäck abholen). Somit konnten wir uns dem nächsten Schalter zuwenden und das bereits von zu Hause aus reservierte Auto bei Hertz abholen. Auch hier ging die Abwicklung sehr rasch vonstatten.

So starteten wir die Reise auf die Lofoten und fuhren nach Leknes, wo wir über airbnb  ein tolles Cottage gefunden hatten. Leknes liegt ziemlich zentral auf Vestvågøy und liegt somit ideal, um von hier aus die diversen Inseln zu erkunden.

Highlights:

Haukland/Utakleiv
Diese Strände besuchten wir gleich mehrmals – sie sind traumhaft:
Einfach nur den Strand entlang laufen, den Sonnenuntergang betrachten, den Küstenwanderweg von Haukland nach Utakleiv laufen oder von Haukland über den alten Reit- und Karrenweg nach Utakleiv wandern. Die Aussicht ist einfach grandios.
Der Parkplatz Haukland ist auch Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den Himmeltindan, der mit 931 m der höchste Berg auf Vestvagoya ist

Henningsvaer
Drei Brücken führen nach Henningsvaer, einem traditionellen Fischerdorf mit dicht um das Hafenbecken gedrängten Holzhäusern und Fischerhütten. Auf dem Parkplatz vor dem Hafen stellt man sein Auto ab und kann von hier aus ganz gemütlich durch den Ort schlendern. Eine wunderbare Kulisse erwartet einen, die Geschäfte laden zum Shoppen ein und im sehr gemütlichen Cafe Lysstoperi könnte man stundenlang verweilen und sich Zimtschnecken schmecken lassen.

Nusfjord
Der malerisch gelegene Fischerort gehört zu den beliebtesten Fotomotiven auf den Lofoten, obwohl es heute mehr oder weniger ein Tourismusdorf ist.

Reine
Auch Reine, ein Dorf mit ca. 300 Einwohnern, ist für seine landschaftliche Schönheit bekannt. Atemberaubende Blicke eröffnen sich bereits von der Straße aus und ein Stopp lohnt sich allemal.

Å
Å ist das Dorf am Ende der Straße und vorwiegend ein Fischerdorfmuseum, bestehend aus 23 Gebäuden, die 150 Jahre alt sind. Dazu gehören einige Rorbuer (saisonal genutzte Fischerhäuser), Bootshäuser, eine Schmiede, eine Trankocherei und eine Bäckerei, in der wir die leckersten Zimtschnecken auf den Lofoten probierten.

Vikten
Vikten ist ein winzig kleiner Ort, hinter dessen wenigen Häusern die Straße endet.
Der Grund, warum dieser Ort häufig besucht wird, ist die Glasbläserei „Glasshytta Vikten“, in der man den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen kann.

Das Cottage in Leknes
Das kleine Häuschen in Rorbu-Style war einfach ein Traum. Direkt am Meer gelegen konnte man Flut und Ebbe beobachten und bei Ebbe weit ins Meer hinein laufen. Die Räume waren sehr gemütlich und warm und ich fühlte mich die ganze Woche sehr heimelig.

Das Wetter
Wir besuchten die Lofoten Ende August/Anfang September. Das Wetter änderte sich eigentlich laufend. Mal ganz sonnig, dann wieder bewölkt und an einem Tag regnete es heftig. Auch die Temperaturen waren eher mäßig, so um die 10 Grad. Trotzdem hatten wir die Möglichkeit viel zu unternehmen, zu wandern, am Strand entlang zu laufen,…. Die Landschaft war sehr eindrücklich. Bei jeder Kurve stockte einem regelrecht der Atem – ein WOW kam uns nicht nur einmal über die Lippen.

Webtipps:

Tipps von A-Z von Individualicious

Wandern auf den Lofoten