Ausland

Thailand

Das berühmte Backpacker-Land?
Zugegeben, hier war ich anfangs etwas skeptisch. Werden alle Inseln von Touristen überlaufen sein? Gibt’s die angeblich so wunderschönen Strände nur noch in der Werbung? Wird mir dieses Land gefallen?

Oh ja, und wie es mir gefallen hat. Thailand hat mich positiv überrascht und vor allem landschaftlich sowie kulinarisch gepunktet.
Vom Nationalgericht Pad Thai (das beste hatte Krabis Nachtmarkt), den verschiedensten Currys, den leckeren Thai Banana Pancakes und dem unglaublich scharfen Papayasalat träume ich heute noch. Hungern mussten wir auch dank unserem budgetfreundlichen Allzeitretter 7eleven nie – Toast, Eis und unsre geliebten Jack-O’s gab es da immer. Was mir von unseren drei Wochen in diesem vielfältigen Land immer in Erinnerung bleiben wird, sind all die wunderschönen Strände – auf jeder Insel gibt’s mindestens einen kleinen, einsamen Paradiesstrand. Man muss nur weit genug mit dem Moped fahren, um den Touristenmassen zu entkommen.

In Bangkok sahen wir Tempel ohne Ende, lernten die Thai-Küche in einem Kochkurs kennen und hatten ein, zwei Bier sowie ein paar Heuschrecken in der berüchtigten Khao San Road. Per Nachtzug mit nur thailändischen Durchsagen ging’s zu den Inseln der Westküste. Auf Koh Phangan wären wir gerne noch länger geblieben, das schärfste Essen ever und die – musikmäßig ziemlich enttäuschende – Fullmoonparty mit unserer kleinen, aber echt lustigen Gruppe werden wir so schnell nicht vergessen. Den Schritt aus meiner Komfortzone wagte ich auf Koh Tao, als wir bis auf dreizehn Meter hinuntertauchten (dass ich anschließend seekrank wurde, ist eine andere Geschichte) und die außergewöhnliche Unterwasserwelt bestaunen konnten. Unvergesslich ist auch das Ausgehen ohne Schuhe – wir tanzten barfuß am Strand und in den Bars.

Railay Beach erwartete uns mit stürmischem Regen und Koh Phi Phi mit türkisblauem Wasser in einer Bucht, die so schön war, dass wir es kaum fassen konnten. Unser letzter Stopp und zugleich mein Highlight des Landes war Koh Lipe, das die komplizierte Anreise wert war. Ein Bungalow direkt am Strand und Entspannung pur – der perfekte Abschluss.

Was würde ich für Thailand unbedingt empfehlen?

  • ja, es sind viele Touristen da (logisch, wenn es so schön ist!) – probier den Massen einfach etwas aus dem Weg zu gehen: Früh aufstehen für beliebte Strände/Orte/Sehenswürdigkeiten, kleinere Touren buchen, etwas unbekanntere Inseln besuchen
  • STREETFOOD ESSEN! (Achtung – Schärfe abchecken ;-))
  • Moped ausleihen und die Gegend erkunden. Aber ganz wichtig: Vorsichtig fahren, auf die anderen im Verkehr achten und Helm tragen.
  • Wandern, Tauchen, Schnorcheln, Baden, Natur entdecken!
  • mit öffentlichen Fähren fahren, Touristenboote vermeiden (spart Geld)
  • Nebensaison: Den Mut haben, in der Regenzeit zu reisen – alles ist grüner, weniger voll
  • die Kultur kennenlernen, mit Einheimischen reden, ab und zu in kleinen Unterkünften wohnen
  • Sonnencreme nicht vergessen!

Thailand ist für mich ein Land, das man nicht vorverurteilen darf, wo man sich nicht von den angeblichen Touristenmassen abschrecken lassen sollte und auf das man sich einfach etwas einlassen muss. Akzeptieren, dass an den berühmten schönen Stränden viel los ist und ansonsten abseits der üblichen, in den Reiseführern beschriebenen Pfade Neues entdecken.