AusLand

Einfach mal raus aus dem „Wold“ …

… und eintauchen in die Erfahrungen des EFD in Vilnius, Litauen.

Hallo Freunde! Mein 7-monatiger EFD hier in Litauen war einfach unglaublich! So viele neue Eindrücke, offene Menschen, gute Gespräche und Diskussionen und Abenteuer gereiht an Abenteuer.

Momentan sitze ich noch im Regionalpark von Tytuvenai. Nach einem harten Arbeitscamp in der Natur, mit viiiiel Spaß und vielen total lustigen Freiwilligen, freue ich mich schon wieder auf meine Couch in Vilnius. Und genau wegen solchen Wochen mit anderen Menschen, anderen Kulturen, anderen Geschichten, gutem Essen – Tag und Nacht – hab ich mich entschlossen, EFD zu machen. Es gab wirklich keine einzige Minute, in der ich es bereut habe, hierher zu kommen. Alle Erfahrungen waren super – auch wenn es am Anfang vielleicht nicht so ausgesehen hat 😉

Auch das Reisen kam auf jeden Fall nicht zu kurz, was hier ziemlich billig sein kann: Partner suchen (mit viel Humor) – guten Spot suchen (am besten auch in die richtige Richtung) – Daumen raus und los geht das Abenteuer. Es kann schon mal vor, dass wir eine Stunde auf eine Mitfahrgelegenheit gewartet haben, aber das war es vollkommen wert – vom Beginn bis zum Ende. Beim Hitchhiken haben wir unsere Kreativität wieder ganz neu entdeckt. Um die Autos auf uns aufmerksam zu machen, haben wir getanzt, gesungen, Grimassen geschnitten und das Kartonschild herum gewirbelt.

Innerhalb dieser Stunde haben wir auch eine Theorie aufgestellt: in den ersten 20 Minuten bist du noch nett und lächelst den Autofahrern zu. Wenn dich nach 20 Minuten noch niemand mitgenommen hat, fängst du an, die Autos mit einem Schmunzeln auf den Lippen zu beschimpfen. Nach insgesamt 40 Minuten fängst du an, einen Fehler auf deinem Schild zu suchen (zB ob zu dünn geschrieben, sodass es die Autofahrer nicht lesen können?!) und nach Fehlern an dir selbst zu suchen (alte Kleidung, zu angsteinflößend, nicht sympathisch genug …). Aber! Wenn dich dann endlich ein Auto/Truck mitnimmt, bist du wieder total happy und liebst die Menschen in diesem Land! Die Fahrt an dein Ziel ist in den meisten Fällen (falls ihr eine gleiche Sprache spricht) total cool – ansonsten eigentlich auch. Mit Händen und Füßen versteht man sich dann schon irgendwie. Ich kann Hitchhiken daher nur wärmstens empfehlen!

Da mein EFD-Projekt von Anfang Februar bis Ende August dauert, hatte ich hier in Litauen auch einen kurzen Einblick in den Winter, der laut Einheimischen kein richtiger war. Ein normaler Winter sollte um die -25 C° haben, dieses Jahr waren es „nur“ um die -10 C°. Bin da schon froh, dass ich keinen richtigen Winter miterlebt habe. In Litauen kann man sich wegen dem Wetter nie sicher sein und am besten sollte man für alles vorbereit sein. Wir hatten innerhalb von 2 Stunden auch schon mal alle Jahreszeiten – zuerst Sonnenschein, dann kamen Wolken und Regen dazu, Hagel setzte ein, Wind, Blitz und Donner und danach wieder Sonnenschein …