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Hallo Japan – Konichiwa Dornbirn!

In der Zeit von 25.9. bis 11.10.2016 wurde das „INDEX program“ von der japanischen Regierung zum achten Mal veranstaltet. Ziel dieses Programms ist der Austausch zwischen verschiedenen Ländern im Bereich Kultur, Wirtschaft und Bildung, um das Verständnis für andere Kulturen zu erweitern. Aus Österreich wurden sechs Jugendliche eingeladen und ich war als einzige West-Österreicherin dabei. Jeah! Die Länder, die an diesem Programm teilgenommen haben waren Laos, Bahrain, Papua Neuguinea, Litauen, Dominikanische Republik, Österreich und natürlich Japan.

Wie bin ich zu dieser genialen Reise gekommen?

Die Einladung aus Japan wurde vom BMFJ, dem Bundesministerium für Familien und Jugend, an alle Landeshauptmänner und von diesen an die Städte und Gemeinden weitergeschickt. Ich habe davon durch die Dornbirner Jugendabteilung erfahren und hab mich einfach beworben. Nach einiger Zeit wurde ich per Mail informiert, dass ich mit dabei bin.

Vorher gab es ein Vorbereitungstreffen, bei dem wir eine Austria-Performance ausgearbeitet haben, Umgangsformen in Japan kennengelernt haben, Gastgeschenke besprochen und uns einfach kennengelernt haben. Wir waren uns alle auf Anhieb sympathisch und hatten das Gefühl uns schon immer zu kennen.

Dann endlich war es soweit, nach einem 12 ½ stündigen Flug nach Tokio wurden die Teilnehmer aller Länder gemischt und in „ihre“ Gruppen aufgeteilt (diese wurde schon vorher ausgewählt). Die drei verschiedenen Gruppen Kultur, Wirtschaft, Bildung hatten in den ersten vier Tagen verschiedene Exkursionen, mit anschließenden gemeinsamen Diskussionsrunden. Ich war in der Bildungsgruppe und wir haben japanische Schulen besucht und über die jeweiligen Bildungssysteme diskutiert.

Acht Tage lang reisten zwei Länder zusammen in unterschiedliche Präfekturen (Provinzen) Japans, um verschiedene Seiten des Landes kennen zu lernen. Österreich reiste mit der Dominikanischen Republik nach Wakayama und Toyama. Die letzten vier Tage der 16-tägigen Reise verbrachten alle zusammen in Tokio. Insgesamt haben wir in mehr als sieben Hotels übernachtet. Zwei Nächte durfte jeder einzeln das „originale“ japanische Leben bei einer Gastfamilie erleben.

Hängen geblieben ist mir vor allem der Kontrast zwischen Tokio und Wakayama, zwischen einer Stadt in technologischer Höchstform und einer Präfektur, die mehr oder weniger alle alten japanischen Traditionen pflegt und sprichwörtlich in Reisfeldern versinkt. Außerdem war die Fahrt mit dem Shinkansen, dem schnellsten Zug der Welt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 600 km/h, sehr aufregend.

Japan ist eine Reise wert und ich würde es definitiv weiterempfehlen, weil es unglaublich viel zu entdecken gibt. Teilweise ist es ein echter Kulturschock, aber es lohnt sich auf jeden Fall neben Tokio auch die ländlichen Gegenden zu besuchen.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich in diesen 16 Tagen Freunde aus allen Ecken der Welt gefunden habe und es macht mich stolz, dass ich bei diesem Programm mit dabei sein durfte und diese einmalige Chance nutzen konnte. Es war eine geniale Erfahrung, die ich nicht missen möchte!