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Sommer- und Strandurlaub ein wenig anders – Osteuropa

Anfang 2016 machte ich mir natürlich schon Gedanken, wo ich meinen Sommerurlaub mit meiner Freundin verbringen soll. Die Klassiker Spanien, Portugal, Italien, usw. habe ich schon alle durch und deshalb streckte ich die Fühler nach anderen, spannenderen Destinationen aus. Durch das Internet und viele Freunde aus der Gegend kam ich dann auf das kleine, aber unglaublich schöne Land Montenegro. Da war ich noch nie, also war ich schnell überzeugt und meine Freundin war auch begeistert.

Vom nahen Memmingen fliegt hier die Billigairline Wizzair in die Hauptstadt Montenegros – Podgorica. Ich glaube, dass wir ungefähr 70 Euro für den Hin- und Retourflug bezahlt haben; also wirklich ein sensationeller Preis. Nach Podgorica geht es aktuell 2 Mal wöchentlich (Sonntag und Donnerstag).

Wie bei meinen Trips üblich, mieteten wir uns für die Dauer von zehn Tagen ein kleines Mietauto. Man ist einfach flexibler und sieht viel mehr vom Land. Die Distanzen in Montenegro halten sich auch in Grenzen.

Kleiner Tipp für Wizzair: Es gibt fast jede Woche ungefähr 2 Angebote, z.B. alle Flüge nach Bulgarien heute -20%. Also nicht gleich buchen, sondern ein wenig Geduld haben, bis euer Angebot kommt.

In Podgorica gelandet, ging es für uns mit dem Auto direkt ans Meer nach Budva. Dies ist eine größere Stadt mit langer Strandpromenade und ist auch die Partyhochburg an der Küste. Der Stadtstrand selber ist nicht unbedingt toll und daher sollte man ein paar Kilometer raus fahren, um ruhigere und schönere Fleckchen am Meer zu finden. Die Buchten außerhalb sind genial und auch nicht überlaufen.

Die Altstadt von Budva mit ihren engen und verworren Gassen ist sensationell – durchschlendern und genießen.

Nach vier Tagen ging es weiter zur Bucht von Kotor. Einer der schönsten Orte, die ich auf meinen Reisen bisher erleben durfte. Um die Bucht gibt es sehr viele tolle und preisgünstige Appartements und viel zu entdecken. Auch hier lädt die Altstadt wieder zum Shoppen, Essen und Trinken ein.

Das besondere Highlight ist aber die Serpentinenstraße hoch zum Berg, von dem man eine wahnsinnige Aussicht über die ganze Bucht hat. Aber Vorsicht mit dem Mietauto, denn die Straße ist eng und kurvenreich und es fahren unzählige Autos und Busse rauf und runter. Aber die Mühe lohnt sich.

Weiter ging es dann in das kleine Städtchen Herceg Novi, an der Grenze zu Kroatien (50 km von Dubrovnik). Die Stadt hat eine kleine Meerpromenade und nicht viel mehr. Wir hatten da aber auch schon fast Ende September und dementsprechend war die Hauptsaison schon vorbei. Aber trotzdem war es noch warm genug, um zu baden.

Unbedingt sollte man da eine entspannte Bootstour machen. Wir waren bei einsamen Badeinseln, Lagunen und auch Burgen (Festungen) mitten im Meer.

Absolutes Highlight das Restaurant “Tri Lipe”. Über Tripadvisor gefunden und schlussendlich drei Mal dort gegessen.

Irgendwann muss man auch wieder retour und so machten wir uns auf nach Podgorica. Auf dem Weg schauten wir uns noch das Kloster „Manastir Ostrog“ an, welches eines der bedeutendsten Gebäude bzw. Plätze der serbisch-orthodoxen Kirche ist.

In der Hauptstadt Podgorica gibt es nicht wirklich viel zu sehen und zu erleben. Ein bis zwei Nächte genügen hier komplett, um alles gesehen zu haben.

Mein Eindruck von diesem Land ist, dass es eindeutig mit den anderen klassischen Urlaubsländern mithalten kann. Tolles Meer, geniale Strände, freundliche Menschen, leckeres Essen, usw. Also, ab nach Montenegro und selber ausprobieren! Der größte Vorteil für Budgetreisende sind hier natürlich die Lebenserhaltungskosten.